* englisch version follows later that day*
Jeder Kondensator hat teilweise höchst unerwünschte Eigenschaften, die sich als parasitäre Effekte bemerkbar machen und die Kapazität negativ beeinflussen.
Eine erhebliche Gefahr stellt die Induktivität LESL (engl. Equivalent Series Inductivity L) dar, die je nach Zuleitung und Bauform zwischen 1 und 100 nH betragen kann. Zum Beispiel entsteht bei einem Wickelkondensator eine nicht unerhebliche Induktivität, die man inzwischen im Griff hat. Bei hohen Frequenzen macht sich diese Induktivität unangenehm bemerkbar. Im Resonanzfall wird der Kondensator zum LC-Schwingkreis (siehe Ersatzschaltung).
Im Ersatzschaltbild wird der Isolationswiderstand des Dielektrikums mit Risol (100 GΩ ... 1 TΩ) oder bezogen auf den Reststrom bei Elektrolytkondensatoren als RLeak dargestellt. Dieser Widerstand sorgt für die Selbstentladung des aufgeladenen Kondensators.
Dann gibt es noch kapazitive Blindanteile XC. Zusammen mit dem ohmschen Wirkanteil RESR(engl. Equivalent Series Resistance) ergibt sich ein komplexer frequenzabhängiger Scheinwiderstand Z. Er wird auch als Impedanz bezeichnet.
Die ohmschen Anteile, wie Anschlussdrähte, Kontaktwiderstände und die Plattenbeläge werden im Widerstand RESRzusammengefasst.
(Die Bauteilwerte entsprechen unter Umständen nicht den realen Werten, da z.b. bei Risol 100 Widerstände mit je 1GR einzusetzen wären)